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Menière-Krankheit
Beschreibung
Die Menière-Krankheit ist eine Erkrankung des Innenohrs, die Schwerhörigkeit, Ohrgeräusche und vor allem
starke Schwindelgefühle verursacht.
Ursachen
Die Flüssigkeitsmenge in den flüssigkeitsgefüllten Hohlräumen des Innenohrs nimmt zu und führt zur
Zerreißung von Membranen, wodurch die Funktion von Hör- und Gleichgewichtsorgan beeinträchtigt wird.
Die Ursachen hierfür sind noch nicht vollständig geklärt. Als Auslöser diskutiert werden z.B. Störungen
im Energiestoffwechsel des Innenohrs.
Symptome und Beschwerden
Anfallsweise tritt Dreh- oder Schwankschwindel mit Übelkeit und Erbrechen auf. Begleitet wird der
Anfall von einem einseitigen Ohrgeräusch, pendelnden Augenbewegungen (Nystagmus), einem Beklemmungsgefühl
und Schweißausbrüchen. Im mittleren und tiefen Frequenzbereich kommt es zu einer Hörminderung
(Bassschwerhörigkeit). Der Anfall kann Minuten bis Stunden dauern.
Diagnostik
Im Vordergrund steht die gründliche Untersuchung beim Hals-Nasen-Ohren-Arzt, der eine Audiometrie,
ein Verfahren zur Prüfung der Gehörfunktion, durchführt. Neurologische und internistische Untersuchungen
sollen mögliche andere Ursachen der Schwindelanfälle ausschließen. Dazu dient auch eine Computertomografie
des Felsenbeins der das Innenohr enthält.
Therapie Konventionelle Medizin
Der akute Anfall wird mit Medikamenten zur Bekämpfung von Übelkeit und Erbrechen, gegebenenfalls auch
mit Beruhigungsmitteln behandelt. Menière-Patienten sollten diese Medikamente immer bei sich tragen.
Zudem sollte bei einem akuten Anfall Bettruhe eingehalten werden. Vorbeugend kann der Genuss von
Nikotin, Alkohol und Koffein eingeschränkt oder ganz aufgegeben werden. Im Frühstadium der Erkrankung
wird meist eine Infusionstherapie zur Durchblutungsförderung verordnet, um den Hörverlust so gering
wie möglich zu halten. In schweren Fällen kann der Gleichgewichtsnerv durchtrennt werden. Alternativ
kann das Gleichgewichtsorgan durch Medikamente ausgeschaltet werden.
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