Menü

Forum HNO

Dr. med. Joachim Fuhrmann, Dr. med. Iris Hake, Dr. med. Peter Koch

Im GesundheitsForum bei den Arcaden Paracelsusstraße 1 / 1. Stock 93053 Regensburg

Tel: 0941 29707-0
Fax 0941 29707-29
info@forumhno.de

Schlafbezogene Atmungs­störungen

Schlafbezogene Atmungsstörungen sind ein weit verbreitetes Phänomen in der Gesellschaft. Prinzipiell werden zwei große Kategorien unterschieden:

Zum einen Atemaussetzer in der Nacht (sogenanntes OSAS), welche auf lange Frist gefährlich sein können und zu Folgeerkrankungen wie Bluthochdruck, Schlaganfall, Herzinfarkt oder zu Verkehrsunfällen führen können.

Zum anderen Schnarchen, welches den Partner-/in nachts stören kann, jedoch für sich genommen als nicht krankhaft einzustufen ist und keine weiteren Folgeerkrankungen verursacht.

OSAS

 

Symptome:

Tagesmüdigkeit, Tageschläfrigkeit, lautes Schnarchen mit Atempausen, nächtliches Erwachen mit Erstickungsgefühl, Kopfschmerzen am Morgen, häufiges Wasserlassen nachts

Diagnostik:

Eine HNO ärztliche Untersuchung zum Ausschluss einer Raumforderung sowie Durchführung einer Schlafaufzeichnung über Nacht (Polygraphie). Bei Auffälligkeiten in der Messung ist eine Untersuchung im Schlaflabor nötig, um exakte Daten sammeln zu können, damit eine geeignete Therapie eingeleitet werden kann.

Therapie:

Je nach Ausprägung können verschiedene Maßnahmen ergriffen werden. Als Goldstandart gilt weiterhin die Versorgung mit einer Überdruckmaske, welche den Rachenbereich offen hält (sogenannte CPAP Versorgung). Diese muss während der gesamten Nacht getragen werden. Jedoch bieten sich je nach Ausprägung auch Alternativen.

Bei leichten oder mittelgradigen Formen der Schlafapnoe können Schienen, welche den Unterkiefer nach vorne ziehen, zum Einsatz kommen (Unterkieferprotrusionsschiene). Zudem können hier ggf. operative Maßnahmen, wie die Straffung des Gaumensegels erfolgen (sog. UPPP).

Bei schwerwiegenden Formen gibt es seit einigen Jahren die Möglichkeit zur Implantation eines sogenannten Zungenschrittmachers, bei welchem im Rahmen einer Operation ein ,,Schrittmacher" in die Zungenmuskulatur implantiert wird, welcher im Schlaf die Zunge nach vorne bewegt und somit den Rachen offen hält. Diese Maßnahme kann nur an spezialisierten Zentren erfolgen.

Verlauf:

In regelmäßgein Abständen sollte eine Überprüfung des Therapieerfolgs mittels erneuter Polygraphie erfolgen. Bei korrekter Therapie sind keine Langzeitfolgen zu erwarten.