Bei akuten Halsschmerzen kann sowohl eine akute Mandelentzündung als auch eine Rachenentzündung vorliegen. 70% dieser Infektionen sind viralen Ursprungs und nur 30% bakterieller Genese. Eine HNO ärztliche Untersuchung der betroffenen Strukturen erlaubt uns eine Unterscheidung zwischen beiden Arten.
Bei viralen Ekrankungen sind unterstützende Maßnahmen mit Mundspüllösungen, Schmerzmittel und Halsspray oder Lutschtabletten die Therapie der Wahl.
Die bakteriellen Infektionen werden je nach Ausmaß zusätzlich mit einem Antibiotikum behandelt. Hierzu beraten wir Sie gerne.
Bei einer chronischen Entzündung der Gaumenmandeln schwelt die Entzündung dauerhaft und verändert das Tonsillengewebe faltig. In der Tiefe dieser Falten (Krypten) überleben die Erreger jede Antibiotikabehandlung und gelangen leicht in die Blutbahn, um dann in seltenen Fällen zu rheumatischem Fieber sowie einer schweren Nieren- und Herzinfektion führen.
Die neue Leitlinie für rezidivierende Tonsillenerkrankungen empfiehlt sowohl eine Mandelverkleinerung (Tonsillotomie) als auch eine Mandelentfernung (Tonsillektomie). Je nach Lokalbefund beraten wir Sie gerne über die für Sie am besten geeignete Therapieform.